Carl Loewe-Musiktage in Unkel

Finden 2021 coronabedingt an den Wochenenden 20./21./22.08. sowie 03./04.09.2021 statt.



Der Geschichtsverein Unkel e.V. veranstaltet 2021 zum 27. Male die Carl-Loewe-Musiktage in Unkel und bietet in diesem Jahr wieder verschiedene Konzerte und Veranstaltungen im Rahmenprogramm an.

Die musikalische Leitung hat Marc Unkel.


Fr., 20.08. Nordlichter - Vierintermezzo-Serenaden im Palmenhaus
18:00 Uhr und 20:00 Uhr, Palmenhaus der Villa Henkel, Fritz-Henkel-Straße 1, Unkel
Carl Loewe - Lyrische Fantasien, op. 73, Franz Schubert - 'Auf dem Strom', D943, Edvard Grieg - aus Lieder op. 48 u.a.
mit Victoria Granlund-Kaftan (Sopran), Joanne Walter-Unkel (Oboe/ Englischhorn), Marc Unkel (Klavier)
Eintritt 12 Euro.
Sa., 21.08. Nordlichter - Vierintermezzo-Serenaden im Palmenhaus
18:00 Uhr und 20:00 Uhr, Palmenhaus der Villa Henkel, Fritz-Henkel-Straße 1, Unkel
Carl Loewe - Lyrische Fantasien, op. 73, Franz Schubert - 'Auf dem Strom', D943, Edvard Grieg - aus Lieder op.48 u.a.
mit Victoria Granlund-Kaftan (Sopran), Joanne Walter-Unkel (Oboe/ Englischhorn), Marc Unkel (Klavier)
Eintritt 12 Euro.
So., 22.08. Rahmenprogramm: Im Vorübergehen - Kurzweilige Chorserenade im Innenhof der Burg Unkel (bei Schlechtwetter in der Kath. Kirche St. Pantaleon)
18:00 Uhr und 19:00 Uhr, Innenhof der Burg Unkel, Kirchstr. 8, Unkel
Deutsche Lieder der Romantik: Carl Loewe - Im Vorübergehen, op. 81, Felix Mendelssohn - Abschied vom Walde, op. 59, u.a.
Volkschor der Stadt Bergheim, Trinitatis Kantatenchor Linz-Unkel, Konzept/Leitung: Marc Unkel, Eintritt frei, Spenden erbeten, Reservierung erforderlich.
Fr., 03.09. Zauber des Nordens - Vier Intermezzo-Serenaden im Salon der Burg Unkel
18:00 Uhr und 20:00 Uhr, Burg Unkel, Kirchstr. 8, Unkel
Carl Loewe - aus Biblische Bilder op. 96, Louis Spohr - Fantasie op. 35, Michail Glinka - Sonate D-moll, Edvard Grieg - 'Hommage à Chopin', op. 73, u.a.
mit Joanne Walter-Unkel (Englischhorn), Andrea Thiele (Harfe), Marc Unkel (Klavier)
Eintritt 12 Euro.
Sa., 04.09. Zauber des Nordens - Vier Intermezzo-Serenaden im Salon der Burg Unkel
18:00 Uhr und 20:00 Uhr, Burg Unkel, Kirchstr. 8, Unkel
Carl Loewe - aus Biblische Bilder op. 96, Louis Spohr - Fantasie op. 35, Michail Glinka - Sonate D-moll, Edvard Grieg - 'Hommage à Chopin', op. 73, u.a.
mit Joanne Walter-Unkel (Englischhorn), Andrea Thiele (Harfe), Marc Unkel (Klavier)
Eintritt 12 Euro.

Download des Programms: Loewe-Programm 2021
Kartenvorverkauf:
Geschichtsverein Unkel e.V., Felicitas und Clemens von Weichs, Kirchstr. 8, 53572 Unkel
Die jeweiligen Regelungen zur Pandemiebekämpfung werden genauestens eingehalten, deshalb nur begrenzte Zuschauerzahlen pro Aufführung. Eintrittskarten und Reservierung unter Angabe der Kontaktdaten jedes Besuchers bitte per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder - ab 26. Juli - per Telefon 02224/3955.

Der Geschichtsverein Unkel e. V. hat das Ziel, die Geschichte der Stadt Unkel aufzuarbeiten und in verschiedenartigen Veranstaltungen bekannt zu machen. Einige der Projekte sind nicht nur für Unkeler interessant. Die Loewe-Musiktage z. B. ziehen Gäste aus der näheren und ferneren Region nach Unkel.
Viele bekannte Persönlichkeiten lebten in der Vergangenheit in Unkel, so auch die Familie des Komponisten Carl Loewe - seine Frau und zwei Töchter mit ihren Familien. Sie erwarben das Haus am Rheinufer in Unkel 1874, in dem 1839/40 auch Ferdinand Freiligrath gewohnt hatte. (Foto: Dr. Wolfgang Rathgen, ICLG)
Seit 1995 bemüht sich der Geschichtsverein in jährlichen Konzerten, die in vielen Fällen vergessene Musik Loewes aufzuführen. Diese Bemühungen entsprechen dem Anliegen der Familie Loewe in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Das Andenken an Carl Loewe wird auch in seinem Geburtsort Löbejün bei Halle (Internationale Carl-Loewe-Gesellschaft e.V., ICLG), in Stettin (Stiftung „ProStetinum bono“), wo er 46 Jahre als Kantor, Lehrer und Stadtmusikdirektor gewirkt hat, in Greifswald (die Universität der Stadt hatte Loewe die Ehrendoktorwürde verliehen), in Tokio (Japanische Carl-Loewe-Gesellschaft) und in Wien (Österreichische Carl-Loewe-Gesellschaft) mit vielfältigen Veranstaltungen gepflegt. Die musikalische Leitung hat Marc Unkel.
Marc Unkel zu Carl Loewes Balladen:
Carl Loewe (1796-1869) hat zur Entwicklung der Ballade als musikalische Ausdrucksform erheblich beigetragen. Durch seinen durchaus revolutionären Kompositionsstil hat er den Charakter der Ballade mitgeprägt.
In seinen Balladen kommt die wahre Größe des Komponisten Carl Loewe zum Ausdruck, da er innerhalb weniger Takte extreme Dynamikbezeichnungen (pp-fff) vorschreibt, (Foto: Dr. Wolfgang Rathgen, ICLG)die Interpreten und Zuhörer gleichermaßen in polare Spannung versetzen. Die Balladen weisen auch eine innere Gespanntheit auf, die durch den Wechsel von Dur und Moll musikalisch zum Ausdruck kommt. Gerade in der berühmten "Edward-Ballade" lässt dieses harmonische Klangbild die Spannung zwischen Seligkeit und Verzweiflung, Leben und Tod deutlich erkennen. Die Gesangsstimme hat rezitative Züge und verbindet koloraturartige Elemente der Opernarie mit der romantischen Liedform, hingegen ist die Klavierstimme sehr eigenständig und orchestral angelegt. Das Ergebnis ist eine sehr komplexe, kammermusikalische "Fantasie" in Liedform für Gesang und Klavier. Bei genauerer Analyse der harmonischen Strukturen der Balladen werden kühne Akkordverbindungen, Trugschlüsse und verminderte Akkorde "sichtbar"; der Zuhörer unterliegt diesen Klangschattierungen und empfindet sie nahezu greifbar.
Carl Loewe gelingt musikalisch Unglaubliches, die perfekte Symbiose von Lyrik und Musik in Form einer fantasieartigen Ballade, die das Publikum zu seiner Zeit, aber auch heute in Spannung hält.